Das Weltall

Was ist das Weltall? Wo fängt das Weltall an? Und warum sehe ich nur nachts die Sterne? Warum leuchtet der Mond?

So unendlich das Weltall ist, so unendlich viele Fragen gibt es auch, wenn man das Weltall verstehen will. Wir versuchen auf einen Teil davon, möglichst einfache Antworten zu finden. Dafür haben wir bei der ESA, beim Klexikon, bei Pixi-Wissen-TV, im Kindernetz, beim simpleclub, bei der Maus und bei GEOlino nach Erklärungen gesucht.

 

Die ESA (European Space Aency) erklärt das Weltall / Weltraum für Kinder so:

Die meisten Astronomen gehen davon aus, dass das Universum ungefähr vor 14 Milliarden Jahren bei einem großen Knall, dem Urknall, entstanden ist. Zu jener Zeit befand sich das gesamte Universum in einer Blase, die tausendmal kleiner als ein Stecknadelkopf war. Es war heißer und dichter als wir uns überhaupt vorstellen können.

Plötzlich explodierte die Blase, und das uns bekannte Universum war geboren. Raum, Zeit und Materie - all das begann mit dem Urknall. In nur einem Bruchteil einer Sekunde hatte sich das Universum (deutsch: Weltall) von noch nicht einmal der Größe eines einzelnen Atoms zu einem Raum ausgedehnt, der größer war als eine Galaxie (wie die Milchstrasse, in der wir leben). Und es wuchs in einem unglaublichen Tempo weiter. Noch heute dehnt sich das Universum weiter aus.

Im Weltraum kann euch niemand schreien hören. Warum? Weil es im Weltraum keine Luft gibt. Er ist ein luftleerer Raum. Schall kann sich nicht durch einen luftleeren Raum fortpflanzen.

Der Weltraum beginnt ungefähr 100 km über unserer Erde, wo die Luftschicht endet, die unseren Planeten umhüllt. Ohne Luft wird Sonnenlicht nicht gestreut. Deshalb ist das Weltall nicht blau wie unser Himmel, sondern gleicht einer schwarzen Decke mit kleinen, leuchtenden Sternpunkten.

In der Regel sagt man, der Weltraum sei absolut leer. Das stimmt aber nicht. Die riesigen Lücken zwischen den Sternen und den Planeten sind mit Unmengen von dünn verteiltem Gas und Staub gefüllt. Sogar die leersten Stellen im Weltraum enthalten mindestens ein paar hundert Atome oder Moleküle pro Kubikmeter.

Außerdem gibt es im Weltraum verschiedenste Arten von Strahlung, die für Astronauten eine Gefahr darstellen. Ein Großteil dieser Infrarot- und UV-Strahlung stammt von der Sonne. Sehr energiereiche Röntgenstrahlen, Gammastrahlen sowie kosmische Strahlen (Teilchen, die sich fast mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen) kommen von Sternsystemen (Galaxien) in weiter Ferne.

 

Moment, das ging jetzt alles ein bisschen schnell. Es wurden so viele Wörter genannt, die vielleicht nicht alle Kinder verstehen. Schauen wir ein wenig genauer hin und lesen im Klexikon nach.

  • Was ist der Unterschied zwischen Astronom und Astronaut?

Ein Astronom ist ein Wissenschaftler. Er erforscht Planeten unseres Sonnensystems, die Sterne und Sternensysteme (Galaxien), aber er versucht auch Antworten auf die Frage zu finden, wie der Weltraum entstanden ist. Vieles haben Astronomen schon herausgefunden, doch es gibt noch vieles zu entdecken. Sie bleiben dafür aber auf der Erde.

Ein Astronaut dagegen ist ein Raumfahrer. Der Ausdruck hat griechische Wortwurzeln und bedeutet soviel wie Sternenfahrer. Vor allem die USA nennen ihre Raumfahrer Astronaut. In Russland sagt man Kosmonaut und in China oftmals Taikonaut. Alles heißt Weltraumfahrer und sie verlassen die Erde mit einer Weltraumrakete. Eine Weltraumrakete heißt korrekt: orbitale Trägerrakete. Wie die genau funktioniert erfahrt ihr bei der ESA oder in einem Video von simpleclub und die Maus hat beim Astronaut, Alexander Gerst, nachgefragt.

  • Was ist eine Galaxie?

Eine Galaxie ist ein Haufen von Sternen im Weltall. Die Sterne sind recht dicht beieinander, obwohl die Entfernungen zwischen ihnen immer noch sehr groß sind. Sterne sind schwer, ihre Schwerkraft sorgt dafür, dass sie beieinander bleiben. In der Galaxie gibt es aber nicht nur Sterne, sondern auch Gas und Staub.

Unsere Erde gehört zu einem Stern, der Sonne. Unser Sonnensystem ist Teil einer Galaxie. Unsere eigene Galaxie nennen wir Milchstraße. Man sieht sie nachts am Himmel als ein helles Band. Wenn eine andere Galaxie am Himmel zu sehen ist, erscheint sie wie ein heller Fleck. Sie sieht also wie ein einzelner Stern aus, oder wie eine Wolke oder Nebel.

  • Was ist der Unterschied zwischen Sternen und Planeten?

Sterne sind riesige Körper im Weltall, die aus Wasserstoff und Helium bestehen. Weil in ihnen ständig Wasserstoff verbrennt, leuchten sie sehr stark. Manche Sterne haben Planeten, die um sie kreisen. Unsere Erde ist so ein Planet und unser Stern heißt Sonne. Während die Sonne für uns sehr hell leuchtet, sind die anderen Sterne im Weltall nur kleine, schwache Lichter am Nachthimmel.

Es gibt im Weltraum so viele Sterne, dass man sie gar nicht zählen kann. Alle Sterne außer der Sonne sind so weit weg, dass wir sie selbst mit unseren besten Raketen nicht erreichen können. Das Licht benötigt von der Sonne bis zur Erde acht Minuten. Der Stern, der uns nach der sonne am nächsten ist heißt Proxima Centauri. Das Licht braucht von dort bis zu uns schon über 4 Jahre. Bei anderen Sternen können das sogar Tausende, Millionen oder Milliarden von Jahren sein.

Ein Planet ist ein großer Himmelskörper, der sich um eine Sonne bewegt. In unserem Sonnensystem gibt es acht Planeten. Unsere Erde ist einer von ihnen. Auch außerhalb unseres Sonnensystems gibt es Sterne, die Planeten haben. Man nennt sie Exoplaneten.

Auf dem Treffen von 2006 haben die Forscher festgelegt, was ein Planet ist. Ein Himmelskörper muss dazu drei Merkmale haben.

  1. Ein Planet muss um die Sonne kreisen. Damit sind Monde ausgeschlossen, denn die umrunden einen Planeten oder anderen Himmelskörper.
  2. Ein Himmelskörper ist nur dann ein Planet, wenn er in etwa die Form einer Kugel hat. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass er ziemlich groß ist. Als er entstanden ist, war seine Masse so groß, dass die Schwerkraft ihn in etwa kugelrund geformt hat.
  3. Ein richtiger Planet teilt sich seine Umlaufbahn um die Sonne nicht mit anderen Himmelskörpern. Der Himmelskörper soll also die Bahn „bereinigt“ haben. Große Himmelskörper nehmen kleinere auf.

  • Was sind das denn für unterschiedliche Strahlen?

 Jetzt ist Schluss, das wird zu kompliziert - da fragt ihr euren Physiklehrer :-)

 

Ist das alles noch zu kompliziert?

Pixi-Wissen-TV erklärt jüngeren Kindern die Planeten, Sterne, Mond- und Sonnenfinsternis.

Im Kindernetz erfährst du jede Menge über die 8 Planeten und den Zwergplaneten "Pluto", die um unsere Sonne kreisen. Unsere Erde gehört auch dazu und sie umkreist die Sonne auf der dritten Umlaufbahn. 

Auch die ESA erklärt in einem Video für Kinder das Sonnensystem, aber auch unseren Mond und andere Themen, wie den Exoplaneten, den Roten Planeten, Kometen und vieles mehr.

GEOlino erklärt Kindern jede Menge über das Weltall und die Raumfahrt.

Der Checker Tobi erklärt euch auch das Weltall und wie wir Menschen das beobachten.

 

Das war ganz schön viel Stoff. 

Eins noch:

Bildquelle: WDR

Ich, Yvonne, bin ein großer Fan von Alexander Gerst. Ihr auch?

Dann freut ihr euch vielleicht, dass ich bei GEOlino ein Interview mit ihm gefunden habe, in dem er berichtet wie das Leben und Arbeiten auf der internationalen Raumstation (ISS) funktioniert und ob sein Kindheitstraum, auf dem Mond zu landen, für ihn wahr werden kann. ->zum Interview bei GEOlino-<

Wem die Augen vom vielen Lesen schon weh tun, der lehnt sich vielleicht lieber entspannt zurück und schaut sich die Sendung mit der Maus an, um mehr von Alexander Gerst zu erfahren.

Alle Videos, von Alexanders erster Mission auf der ISS - von der Vorbereitung bis zur Rückkehr, könnt ihr euch bei wdrmaus.de anschauen.

Und ein Buch empfehle ich euch auch noch

Wenn ihr möchtet, könnt ihr das Buch zum Beispiel bei Thalia bestellen. Klick einfach auf das Buch.

Wenn du spannende Geschichten magst und dich für das Weltall interessiertes, ist diese Bücherreihe vielleicht genau das richtige für dich: Der kleine Major Tom

Wir (Yvonne mit ihren beiden Kindern) lesen gerade den 2. von 11 Bänden und sind begeistert von den Geschichten, die der kleine Major Tom mit seiner Freundin Stella und der Roboterkatze Plutinchen erleben.

Bei Wikipedia könnt ihr euch einen Überblick verschaffen: "Der Sänger Peter Schilling, der 1982 mit Major Tom (völlig losgelöst) einen Nummer-1-Hit hatte, ist der Ideengeber der Buchreihe. Autor der Bücher ist Bernd Flessner, die Illustrationen stammen von Stefan Lohr.[1] Für die fachliche Beratung der Reihe ist Volker Kratzenberg-Annies zuständig, der Vorstandbeauftrager für Nachwuchsförderung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist." 

Ist das Thema nicht ganz euer Geschmack?

Vielleicht findet ihr ein anderes Thema aus unserer Themenreihe spannender.

Schaut auch in unserer Ideenkiste vorbei, eventuell findet ihr dort etwas Passendes.

Nichts gefunden? Dann schreibt uns, was euch interessiert: wirbleibendaheimdontospamme@gowaway.gmx.de

 

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