Magnete

Sicherlich kennt ihr Magnete und benutzt sie sogar. Es gibt Spiele mit Magneten schon für Kindergartenkinder. Ihr kennt bestimmt viele bunte Magnete, die am Kühlschrank oder an einer Magnettafel hängen. Wenn du dich bei dir zu Hause mal umschaust, dann findest du sicher noch ganz viele Magnete. Im Foscherauftrag findest du einige Hinweise, wo du überall nachschauen kannst.

Doch wie funktioniert so ein Magnet? Kann er zerstört werden und seine Kraft verlieren? Kann man ihm seine Kraft zurückgeben? Sind Magente gefährlich?

Schauen wir uns erst einmal an, was ein Magnet ist.

Wenn ihr etwas an einer Magnetwand befestigt, merkt ihr, wie der Magnet zur Tafel hingezogen wird. Magnete haben also eine Anziehungskraft. Auf der Welt gibt es zu allem aber auch ein Gegenteil. So ziehen Magnete sich nicht nur an, sie stoßen sich auch ab. Beides sind Phänomene der Natur. Es gibt Steine, die von Natur aus magnetisch sind. Sie können alle möglichen Formen haben. Menschen sind ja erfinderisch und so gab es pfiffige Köpfe, die auch Magnete erschaffen haben. Solche sind meistens rund, eckig oder haben eine Hufeisenform. Manche Magnete verlieren ihre Kraft auch wieder nach kurzer Zeit und manche nicht. 

Warum ist das so?

Dazu müssen wir uns den Magnet noch etwas genauer anschauen. Jeder Magnet hat zwei Pole, einen Nord- und einen Südpol. Treffen zwei Magnete mit unterschiedlichen Polen aufeinander, dann ziehen sie sich an. Sie stoßen sich dagegen ab, wenn sie mit den gleichen Polen aufeinander treffen. Das könnt ihr wunderbar sehen, wenn ihr eine Holzeisenbahn zu Hause habt, die mit Magneten ihre Wagons zusammenhält. Von außen können wir dem Magneten nicht ansehen, welcher Pol auf welche Seite ist. Wenn ihr nun den Zug zusammenbauen möchtet, müsst ihr das ausprobieren. Haben die Wagons den gleichen Pol, dann rollt der Zug ein Stück nach vorn, weil sich die Pole abstoßen. Drehst du den Wagon um, zieht der vorherige Wagon deinen neuen Wagon an. So wird der Zug immer länger.

 

Was ist das für eine Kraft, die dafür sorgt dass dein Zug immer länger wird? 

Es scheint eine Art Kraftfeld zwischen den Magneten zu entstehen. Schau dir mal bei der Maus und/oder Löwenzahn vorbei und lass es dir erklären:

Magnetschwebebahn: Der Transrapid in Shanghai in China

Wo werden Magnete verwendet?

Im Forscherauftrag findet ihr dazu Ideen. Macht euch zu Hause auf die Suche nach Magneten.

Beim Onlineshop magnetkontor.de kannst du dir einmal ansehen, welche verschiedenen Magnete es gibt und wofür du sie verwenden kannst.

Es gibt beispielsweise Magnete mit einer sehr hohen Anziehungskraft, so genannte Neodym-Magnete. Wenn diese Magnete sich anziehen, sollte deine Hand nicht dazwischen stecken, denn die könnte hinterher zerquetscht sein. Du merkst, mit Magneten muss man achtsam umgehen.

Auch hier sind Magnete im Einsatz:

 

Im Klexikon erfahren wir, dass auch die Erde ein Magnetfeld hat. Das liegt aber nicht daran, dass sie ein einziger magnetischer Eisenklotz wäre. Wahrscheinlich wirkt die Erde wie ein Magnet, weil sie im Inneren riesige Mengen Magma hat, flüssige Steine. Diese Steine bewegen sich und reiben aneinander. So laden sie sich elektrostatisch auf.

So eine Aufladung kann man auch beobachten, wenn man einen aufgeblasenen Luftballon an der Kleidung reibt und dann in die Nähe der Haare hält: Der Luftballon zieht dann die Haare an, weil er elektrostatisch aufgeladen ist. So ist das auch bei der Erde. Deswegen besitzt sie an Nordpol und Südpol ein Magnetfeld, das die Magnetnadeln eines Kompasses anzieht.

Vögel orientieren sich übrigens auch am Magnetfeld der Erde.

Was es mit diesem Riesenmagnet auf sich hat, erfährst du auch in dem Video von Phil's Physics.  

 

Noch mehr über Magnete

Die älteren Kinder unter euch können noch viel mehr über Magnete in der Welt der Physik erfahren.

Hinweise: Bevor du selbst zum Magnet-Forscher wirst, beachte bitte einige Dinge:

Bitte mach den Computer, bzw. die magnetische Speichermedien darin oder die Geldkarten deiner Eltern nicht kaputt. Magnete haben an diesen Geräten / Gegenständen nichts zu suchen. Die gesamten Daten gehen verloren, wenn du den Magenten darin zerstörst. Auch Lautsprecher, CD-/DVD-Spieler mögen Magneten gar nicht. 

Wenn deine Oma oder dein Opa bei dir leben, dann pass auch bei ihnen auf, falls sie einen Herzschrittmacher, künstliches Gelenk oder eine Prothese haben. Du solltest Abstand zu ihnen halten, wenn du mit starken Magneten experimentierst.

Rohmagnete, also Magnete ohne Ummantelung aus z.B. Plastik, sind sehr spröde und zerbrechen leicht. Die Magnetbruchstücke können äußerst scharfkantig sein, woran du dich schneiden kannst.

Hast du sehr kleine Geschwister, dann pass auf, dass sie Magnete nicht verschlucken. Auch das kann gefährlich sein. Wenn du einen Experimentierkasten mit Magneten hast, dann findest du all diese Hinweise ebenfalls.  Ihr solltet nicht in direkten Kontakt mit Eisenspänen oder Eisenpulver kommen. Wascht euch immer die Hände nach dem Experimentieren, damit ihr keine Späne oder Eisenpulber einatmet.

Mach mit

Wir erforschen die Welt der Magneten ohne gefährliche Materialien. Du kannst unsere Mitmach-Angebote ganz einfach umsetzen und trotzdem viel lernen. 

Viel Spaß!

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