Passionszeit - Fastenzeit

 
 

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  • add Sexagesimae & Estomihi

    Sexagesimae (in diesem Jahr am 7. Februar) & Estomihi (14. Februar) sind die zwei Sonntage in der Vorpassion. Sie bereiten also auf die Passionszeit vor. So steht am Sexagesimae das Hören im Mittelpunkt - das Hören auf Gottes Wort und seine Wirkung. Und Estomihi erinnert mit dem Ruf in die Nachfolge bereits an das Leiden Jesu, das ein Leiden aus Liebe war.

    Quelle: www.kirchenjahr-evangelisch.de

     

    Lassen Sie sich einladen zu diesen beiden Sonntagen einigen Gedanken nachzugehen.

    "Er/Sie hört aufs Wort, nur nichts aufs Erste." Kommt Ihnen der Spruch bekannt vor? Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder auf ihr Wort hören. Und, wenn nicht aus der Erfahrung als Eltern, dann vielleicht aus der Erinnerung an die eigene Kindheit, wissen wir, wie schwer das ist. Das Hören auf das Wort der Eltern. Sie sind allgegenwärtig, wir können sie sehen und mit ihnen reden. Wir erleben sie wahrhaftig. Warum ist es so schwer auf ihr Wort zu hören? Vielleicht weil ihre Worte nicht immer zu uns passen oder sie auch mal wehtun? Wie schwer ist es dann auf Gottes Wort zu hören? Ihn, den wir nicht sehen, nicht spüren, nicht augenscheinlich erleben. Seine Worte, wie sie in der Bibel stehen, passen uns nicht immer. Doch dann finden wir Passagen, die direkt unser Herz ansprechen und die Liebe Gottes offenbart sich uns. Sein Wort fällt somit wie ein Samenkorn immer wieder auf fruchtbaren Boden.

    Wie groß ist Ihre Liebe zu den Eltern, Kindern, Freunden? Wie weit würden Sie für sie gehen? Folgen Sie Ihnen nach - Ihren Worten? Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet.

     

     

    Anregungen:

    • Gerade heute ist es vielleicht eine gute Gelegenheit einmal die Übung Achtsames Hören zu üben.

    • Eine andere Übung, bei der es ums Zuhören geht, finden Sie auf kirchenjahr-evangelisch.de. Achtsam Zuhören kann jegliche Beziehung erheblich bereichern.
  • add Epiphaniaszeit

    Kaum sind das Weihnachtsfest und Neujahr vergangen, steht auch schon das nächste Fest vor der Tür: Epiphanias. Das Fest am 6. Januar ist der Beginn der Epiphaniaszeit, der letzten Phase der Weihnachtszeit. Es ist das Fest der Erscheinung und wird auch Dreikönigstag genannt. Es ist ein königliches Fest, denn es ist wirklich Gott, der in Christus in die Welt gekommen ist. Er herrscht wie ein König und wird wie ein König empfangen. Die Weisen (Könige) aus dem Morgenland folgen dem Stern, um den neugeborenen König anzubeten, sie bringen ihm kostbare Geschenke. (mehr dazu unter Kirchenjahr evangelisch oder ELKW)

    Das Epiphaniasfest ist das älteste nichtjüdische Herrenfest und das erste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war. (mehr zum geschichtlichen Hintergrund bei "Das Kirchenjahr")

    Orthodoxe Christen feiern Heiligabend am Dreikönigstag, denn sie folgenden dem alten julianischen Kalender. In manchen Ländern bekommen die Kinder an diesem Tag Geschenke, in anderen, wie in Russland kommt Väterchen Frost am Silvestertag mit seiner Enkelin vorbei und bringt Geschenke. Am Heiligabend (6. Januar) gibt es dann dafür keine Geschenke mehr.

    Mit dem letzten Sonntag im Januar enden die Epiphanias- und die Weihnachtszeit. Noch strahlt das Licht hell – so hell, dass die Jünger, die die „Verklärung Jesu“ erleben, diesen Moment am Liebsten festhalten möchten. Aber der Weg Jesu ist noch nicht vollendet: Über die nahende Passionszeit hinweg weist der letzte Sonntag nach Epiphanias schon voraus auf das Osterfest. (mehr dazu unter Kirchenjahr evangelisch oder ELKW)

     

    Angebote:

    In die Epiphaniaszeit fällt auch in vielen Gemeinden die Zeit für Bibelsonntage bzw. die Bibelwoche. Auch wir hatten dazu Vorträge aus dem Lukasevangelium in Beinstein geplant. Diese müssen wir aufgrund der aktuellen Situation vom Januar in den März verschieben. (mehr dazu unter Aktuelles / Veranstaltungen und Corona-Regelungen

  • add Neujahr

    Gute Vorsätze - wer hat sie nicht? Neujahr lädt dazu ein, Neues zu wagen, alte Lasten loszuwerden. Vielleicht beginnen einige von uns das neue Jahr nicht unbedingt mit guten Vorsätzen, aber mit Wünschen, Plänen und Zielen? Wie auch immer wir es nennen mögen, fragen Sie sich auch, was 2021 für uns bereit hält? Wohin führt der Weg? Ist es tatsächlich ein neuer Weg? Oder betrachten wir ihn nur aus einer anderer Perspektive?  

    Der Neujahrstag wurde in der Kirche zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich begangen. Einen geschichtlichen Exkurs können Sie bei "Das Kirchenjahr" nachlesen. Ein Auszug: "In der Alten Kirche wurde der Neujahrstag bewusst als Fastentag begangen. [...] Im 6. Jahrhundert erst begann man, den Neujahrstag als Tag der Beschneidung und Namengebung Jesu zu feiern. Auch Martin Luther hat dann auf diesen Sinn des Neujahrstages großen Wert gelegt. [...] Die liturgische Farbe ist weiß, da der Neujahrstag kein eigener Festtag der Kirche ist, sondern ein Tag, der in die Zeit des Christfestes einzuordnen ist. [...] Wenn er allerdings als Neujahrstag begangen wird, liegt der Schwerpunkt auf der Tatsache, dass wir unsere Zukunft nicht in der Hand haben, sondern allein Gott. [...] der Mensch kann sich zwar vieles ausdenken, aber Gott wird seinen Schritt lenken. So sind wir zwar nicht Marionetten; es wird uns aber gut tun, der Tatsache bewusst zu werden, dass wir nicht allein sind in unserem Bemühen."