Wozu sich kirchlich trauen lassen?

 

Wenn zwei Menschen, die sich lieben, beschließen, verbindlich zusammen zu bleiben und zu heiraten, ist dies Grund genug, ein großes Fest zu feiern. Doch die beiden haben auch Grund, den Segen Gottes zu erbitten.

 

Die Ehe nach evangelischem Verständnis

 

"Ein weltlich Ding" sei die Ehe, sagte der Reformator Martin Luther. Und so findet die Eheschließung auch nach deutschem Recht auf dem Standesamt statt. Doch im Traugottesdienst bitten die beiden Gott um seinen Segen, weil sie wissen, dass es auch einmal Situationen geben kann; in denen es gut ist, sich auf die Trauung zu besinnen – auf das laute öffentliche "Ja" zueinander und auf den Segen Gottes über dieser Ehe. Die Ehe ist nach christlichem Verständnis auf lebenslange Treue und gegenseitige Rücksichtnahme hin angelegt.

 

Was im Vorfeld der Trauung zu bedenken ist

 

Vereinbaren Sie bitte rechtzeitig den Zeitpunkt des Traugottesdienstes mit der Pfarrerin damit Sie nicht die Überraschung erleben, dass zwar das Restaurant schon bestellt ist und die Gäste eingeladen, aber die Pfarrerin anderweitig im Einsatz oder im Urlaub.

Wenn ein Partner katholisch ist, muss ein katholischer Priester die Trauung vollziehen oder es muss die formale Erlaubnis für eine evangelische Trauung eingeholt werden ("Dispens"). Wenn ein Partner nicht getauft oder ausgetreten ist, wird die kirchliche Trauung nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt. Sprechen Sie bitte rechtzeitig mit der Pfarrerin.

 

Das Traugespräch

 

Vier bis sechs Wochen vor der Trauung findet ein Gespräch zwischen dem Paar und der Pfarrerin statt. Es geht um das Verständnis von Ehe und Partnerschaft. Es wird der Bibeltext ausgewählt, über den gepredigt werden soll. Der Ablauf des Gottesdienstes wird besprochen.